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TopMagazin4_2012

20 T O P B U S I N E S S Napp wird es möglicherweise auch als Geburtstagsgeschenk empfunden haben, dass fünf Jahre, nachdem der Neusser Architekt Oliver Ingenhoven seinen Ent- wurf für das futuristische Bürogebäude vorlegte, endlich auch die großen Bag- ger anrollen. Selten war ein Bauprojekt dieser Größen- ordnung politisch so wenig umstritten wie dieses, und doch war die Realisierung nicht einfach. Da sich kein Investor fand, drohte dem Projekt das Aus. Jetzt sprang die Stadthafen Neuss GmbH, ein städti- sches Tochterunternehmen, als Bauher- rin ein. „Mit diesem Gebäude können wir die Vision von der Stadt, die ans Wasser rückt, zum Teil verwirklichen“, freut sich Herbert Napp. Der als „Kopfgebäude“ bekannt geworde- ne Entwurf bildet die Verlängerung der Bebauung entlang des Hafenbeckens 1, der Marienberg-Mensa und der Jugend- Modell Waterfront Oliver Ingenhovens Entwurf bringt die Stadt ans Wasser Startschuss für die Neusser Waterfront Es waren gleich mehrere Geburtstagsgeschenke, die Bürgermeister Herbert Napp am 15. Oktober entgegen nehmen konnte. In einem kleinen orangefarbenen Bagger sitzend durfte das Geburtstagskind den Startschuss für den Bau der Neusser Waterfront geben. An dieser offiziell als „1. Spatenstich“ bezeichneten Zeremonie fand er sichtlich Gefallen. „Baggern macht immer Spaß“ erklärte er anschließend. Klaus Harnischmacher, Geschäftsführer der Stadthafen GmbH, überreichte ihm dem Anlass entsprechend einen kleinen Spielzeugbag- ger und einen nagelneuen Spaten. Von links: Bürgermeister Herbert Napp, Klaus Harnischmacher (Stadthafen Neuss GmbH), Architekt Oliver Ingenhoven, Christian Korbmacher (Bauunternehmen Korbmacher, Neuss), Karl-Peter Arnolds (Geschäftsführer Nesseler Grünzig, Aachen). er Grünzig aus Aachen und Christian Korbmacher aus Neuss errichtet. Die Planung für das 2.500 Quadratmeter große fünfgeschossige Gebäude wurde im Vergleich zum ersten Entwurf nur marginal verändert. Mit 2,50 Meter weist die über die Batteriestraße verlaufende Brücke eine geringere Breite auf, und die ursprünglich vorgesehene , frei über das Wasser ragende Plattform entfällt. Dem Rotstift zum Opfer fiel die Tiefgarage; statt dessen werden in einem Teil der Cretschmar-Hallen 50 Parkplätze geschaf- fen. 4,3 Millionen Euro investiert die Stadtha- fen Neuss GmbH in dieses Projekt. Die Kosten für die Brücke und den Außen- aufzug, die einen barrierefreien Zugang von der Wasserseite in die Innenstadt ermöglichen, trägt die Stadt Neuss. Mit nur einem Jahr Bauzeit scheint der Zeitplan ambitioniert zu sein, doch Klaus Harnischmacher ist zuversichtlich, dass er Bürgermeister Herbert Napp zum 67. Geburtstag am 15.Oktober 2013 ein ferti- ges Gebäude präsentieren kann. „Ich be- nötige keine Webcam, von meinem Ar- beitsplatz habe ich den Baufortschritt immer im Auge,“ erklärt er. Rund 80 Pro- zent der Fläche seien bereits so gut wie vermietet, und für den verbleibenden Teil gäbe es Interessenten, so der Chef der Stadthafen Neuss GmbH. Ulrike Keller-Hümbs einrichtung Greyhound Pier 1. Das der Brücke eines Schubschiffes nachempfun- dene Gebäude wird von einer Arbeitsge- meinschaft der Bauunternehmen Nessel- ■ Fotos:U.Keller-Hümbs

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