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TopMagazin4_2012

32 T O P P O R T R A I T Zuletzt war er als Küchendirektor im Hyatt Hotel Düsseldorf beschäftigt. Ernst Petry hat als Koch alles erreicht, was man sich erträumen kann. Er arbeitete nicht nur in den renommiertesten Häusern Europas und im Restaurant „Zur Traube“ in Grevenbroich, sondern auch als Privat- koch einer Industriellenfamilie in der Schweiz. Und genau zu dem Zeitpunkt, als er sich hätte beruhigt zurücklehnen können, hat ihn die Lust auf etwas Neues gepackt. Gemeinsam mit seiner Frau Ina übernahm er nach dem Tod seines Vaters den alteingesessenen Familienbetrieb in Wevelinghoven. Zu seinem innovativen Konzept gehören hier kreatives Finger- food ebenso selbstverständlich wie tra- ditioneller Krustenbraten und professio- nelle Kochevents. „Hätte man mir vor einem Jahr erzählt, dass ich den Partyservice meiner Eltern übernehme, hätte ich mit großer Wahr- scheinlichkeit nur ein Schmunzeln übrig gehabt“, so Ernst Petry. Doch als sein Vater im Sterben lag und sein Bruder das Unternehmen verkaufen wollte, kam er ins Grübeln. Gemeinsam mit seiner Frau brauchte er kaum acht Tage Zeit, da war Spitzenkoch mit Feuer und Flamme im Wevelinghovener Familienbetrieb Partyservice Petry in neuer Hand oft vermisst habe“, so Petry. „Der Beruf, den man ursprünglich einmal mit Herz- blut gelebt hat, kommt als Küchendirek- tor natürlich oft zu kurz. Wenn man 40 Köche einarbeitet, ist für den Umgang mit den Produkten kaum Zeit.“ Und sein Know-how und die Erfahrung aus all den Jahren in der Spitzengastro- nomie will er jetzt in jedes einzelne Event einfließen lassen. „Da kommen mir mei- ne Kontakte zu Lieferanten und Event- fachleuten natürlich sehr entgegen, denn frische Produkte sind nicht nur in der Spitzengastronomie, sondern auch beim Partyservice die Basis einer gelungenen Arbeit“. Das erste Geschäftsjahr wollen die Petrys ganz bewusst nutzen, um sich von den Wünschen und Vorstellungen ihrer Kund- schaft inspirieren zu lassen. Die größte Veranstaltung bis dato war ein Oktober- fest mit 1700 Personen. „Unabhängig von der Größe der Veranstaltung betreuen meine Frau und ich jedes Event vom ers- ten Kundengespräch bis zur Auslieferung persönlich“, so Petry. Mit den beiden freut sich der fünfjährige Sohn Mats, der sein Glück gar nicht fassen kann, denn er hat längst bemerkt, dass Papa jetzt viel mehr Zeit zuhause verbringt. „Zu meinen Hotelzeiten habe ich das Haus meistens um 6.30 Uhr verlassen und bin erst kurz vor Mitternacht wieder nach Hause ge- kommen“, erinnert sich Petry, dem das familiäre Miteinander sehr am Herzen liegt. An die Zukunft der Branche glaubt Ernst Petry ganz fest. „In den meisten Haushal- ten sind heute beide Elternteile berufs- tätig und so wie der Bedarf an Fertigpro- dukten im Alltag steigt, ist auch die Nach- frage nach professionellem Eventcatering für besondere Anlässe in den letzten Jah- ren stetig angestiegen“, so der Koch. Und dank der Kochsendungen sind die Menschen auch offen genug, um neue Dinge auszuprobieren und sich inspirie- ren zu lassen. Darauf möchte der Spitzen- koch mit einer frischen saisonalen Küche mit vielen internationalen Akzenten ant- worten. M.W. ■ die Entscheidung gefallen. Seitdem sor- gen die beiden für frischen Wind im hei- mischen Familienbetrieb. KRUSTENBRATEN UND FINGERFOOD Auf Krustenbraten mit Krautsalat soll dabei niemand verzichten müssen, viel- mehr möchte das Ehepaar Petry das Er- folgskonzept des Familienbetriebs weiter ausbauen. „Unser Angebot wird vom klas- sischen Angebot eines Metzgerpartyser- vice bis zur gehobenen französischen Küche reichen“, erklärt der Spitzenkoch, der es nach all den Jahren als Küchen- chef liebt, jetzt endlich wieder an der Basis zu arbeiten und Produkten und Kunden dabei ganz nah zu sein. FEEDBACK DER KUNDEN STEHT AN ERSTER STELLE Gestern hat er noch eine Tagung für 100 Personen bekocht, morgen organisiert er ein privates Kochevent in einem Privat- haushalt. Neu ist dabei vor allem, dass er in jeden einzelnen Handgriff involviert ist. „Das persönliche Feedback der Kund- schaft ist es, was ich als Küchendirektor

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