Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

TopMagazin4_2012

M E E R B U S C H Mehr als 150 Mitarbeiter verschicken täg- lich rund 800 Aufträge aus 10.000 Spezia- litäten aus aller Welt. Erst kürzlich wur- de Ralf Bos im Rahmen der Messe „Chef- sache“, einer Fachmesse für Gastrono- men, zur wichtigsten Unternehmerper- sönlichkeit 2012 gewählt. Und damit sein Erfolgskurs ungebremst bleibt, hat Ralf Bos schon wieder neue Ideen, mit denen er den Feinkostmarkt erobern möchte. „Den Preis habe ich meinen drei Kindern gewidmet“, erzählt Ralf Bos sichtlich ge- rührt. „Meine Frau und die Kinder haben mir immer den Rücken frei gehalten, ansonsten hätte ich mich beruflich nicht so weit entwickeln können. Dafür haben sie natürlich das ein oder andere Mal auf meine Anwesenheit verzichten müssen“. Neben seinem beruflichen Know-how ist es vor allem seine Menschlichkeit, die Ralf Bos in ganz Deutschland die Türen geöffnet hat. 10.000 Gastronomen im In- und Ausland und über 5.000 private Fein- schmecker zählen aktuell zu den Stamm- kunden von Bos Food, die sich von ihm mit Kaviar, Trüffeln, Austern, Gänseleber, Essig, Öl und Salz beliefern lassen. Seine besondere Kompetenz in Sachen Trüffel hat Ralf Bos mittlerweile europaweite Anerkennung verschafft. Mit seinem Buch „Trüffel und andere Edelpilze“ schrieb er das erfolgreichste deutsch- sprachige Fachbuch seiner Preisklasse. Wachsende Produktpalette, steigende Umsätze Mit der wachsenden Produktpalette und der stetigen Erweiterung des Personals wuchs bei Bos Food auch der Bedarf an Räumlichkeiten. So fand er auf der Grün- straße in Meerbusch Raum für vier Bau- stellen, die jetzt mehr Platz für ein Kühl- haus, ein neues Bürogebäude, ein vergrö- ßertes Lager und eine neue Produktions- küche bieten. Hier hat der Unternehmer eine neue Produktlinie entworfen. Zehn Mitarbeiter beschäftigen sich rund um Aus Liebe zum Produkt Meerbuscher Delikatessenhändler Ralf Bos expandiert weiter 1989 gründete der gelernte Koch Ralf Bos in Meerbusch die Firma Bos Food, einen Großhandel für Feinkost-Speziali- täten. Aus dem Unternehmen von damals, das mit nur einem einzigen Produkt auf den Markt ging, hat sich inzwischen der führende Delikatessen- anbieter in Deutschland etabliert. die Uhr mit der Herstellung von Gewürz- mischungen, Fonds, Dressings und Kon- fitüren auf Feinkostniveau. „Wir als Gas- tronomen wissen, worauf es bei einem guten Fond oder einem Dressing an- kommt, und der Gastronom spart damit viel Zeit“, erklärt Bos das Erfolgskonzept. 15.000 Gläser Konfitüre und 800 Gläser Pesto jährlich verlassen so inzwischen das Meerbuscher Gelände, und die ste- tig steigende Anfrage bestätigt auch hier den richtigen Riecher des Feinkosthänd- lers für Nischen am Markt. „Die meisten Köche heute können sehr gut kalkulieren und wissen, wie man En- ergie- und Personalkosten spart“, so Bos. Wie der Kunde die Produkte verwendet, ist sehr unterschiedlich. „Manche lassen sich das Produkt mit ihrem eigenen La- bel bedrucken, andere möchten, dass wir ihr Rezept eins zu eins nachkochen und wiederum andere lassen sich die Produk- te ganz bewußt mit unserem Label anlie- fern, um damit vor dem Kunden zu punk- ten“, erklärt Bos. Seit fast vier Jahren gibt es bei Bos Food einen weiteren Spezialbereich „Wine & Bar“, mit fachkundiger Beratung und ei- nem vielfältigen Angebot für Sommeliers und Barkeeper. Inzwischen findet man hierin viele etablierte 5 Sterne-Winzer, aber auch das eine oder andere „Ringel- täubchen“. Weinkatalog mit Stars und Sternchen „Dieser Produktbereich ist zurzeit ganz klar Wachstumsfaktor Nr. 1“, berichtet Bos, der seine Umsätze in diesem Bereich jährlich verdoppelt hat. Wenn sich der Feinkostspezialist einem neuen Projekt widmet, ist er gerne bereit, auch unternehmerisch ungewöhnliche Wege zu gehen. Als er mit der Etablierung seines Weinkatalogs begann, kam er ins Grübeln, wie er seine 30 Mitarbeiter dazu motivieren kann, sich in ihrer Freizeit möglichst intensiv auf die Sommelierprü- fung vorzubereiten. Kurzerhand kaufte er einen Porsche, stellte ihn vor die Tür und lobte ihn zum Preis für den Gewinner der Prüfung aus. „Was soll ich sagen, es hat funktioniert“, schmunzelt Bos, dem das gute Arbeitsklima in seinem Unterneh- men sehr wichtig ist. Dies ist wahrschein- lich auch der Grund, warum auch seine drei Töchter und seine Frau mit Leiden- schaft im Unternehmen tätig sind. Spitzenköche für Afrika Um ein bisschen von seinem Erfolg zu- rückzugeben, hat Ralf Bos das Projekt „Spitzenköche für Afrika“ ins Leben ge- rufen. Mit den Spenden der von ihm ini- tiierten Hilfs-Aktion für die Karlheinz- Böhm-Stiftung „Menschen für Menschen“ konnten seit 2009 bereits fünf Schulen in Äthiopien für über 3.400 Kinder finanziert werden, und die sechste Schule ist in Pla- nung. Ralf Bos wäre nicht Ralf Bos, wenn er nicht versuchen würde, auch diesen Erfolg weiter zu toppen. T O P 45 ■

Pages