Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

TopMagazin4_2012

52 T O P G E S U N D H E I T + S C H Ö N H E I T TOP Magazin: Wie sieht ein schönes Bein aus? Dr. Gensior: Das lässt sich eigentlich nicht genau definieren, aber bestimmend sind die Beinachse, der Weichteilman- tel, die Hautbeschaffenheit, die sichtba- ren Gefäßbildungen sowie die Hautfarbe. TOP Magazin: Welche Asymmetrien oder Erkrankungen des Beines können ärztlich verändert werden? Dr. Gensior: Ausgeprägte X – oder O-Fehl- stellungen können orthopädisch bei Be- schwerden behandelt werden. Erkran- kungen wie Besenreiservarizen, Krampf- adern oder Lymphstauungen bis hin zum Lymphödem sind in erster Linie Erkran- kungen des Lymph – und Gefäßsystems. Diese Erkrankungen bilden dabei eine Domäne der Gefäßchirurgen und Venen- spezialisten. Abzugrenzen sind hiervon individuell bedingte Asymmetrien der Beinform wie zum Beispiel die „Reiterho- sen“. Ein Sonderfall ist das Lipödem, eine Ein schönes Bein, der wohlgeformte Po – Geben wir es ruhig zu, welcher Mann dreht sich nicht gerne nach einem wohlgeformten Frauenbein um! Natürlich ist auch einer ganzen Reihe von Frauen der schnelle Blick des Partners am Strand nicht verborgen geblieben. Auch wenn für viele der diesjährige Strandurlaub schon der Vergangenheit angehört, ist doch bei einigen der Wunsch nach einer Veränderung der eigenen Figur nach dem Urlaub verblieben. Können oberflächliche Veränderungen in der kälteren Jahreszeit gut durch Hosen, lange Röcke oder blickdichte Strümpfe kaschiert werden, nur – der nächste Sommer kommt bestimmt. Besteht der Wunsch nach einer Veränderung der Figur, nutzen viele den Restsommer durch Sport und allgemein formenden Maßnahmen, z. B. Gewichtsabnahme. Auch wenn es sicherlich keine allgemeingültigen Aussagen dazu gibt, wie ein schönes Bein oder ein schöner Po auszusehen hat, gibt es Formen, bei denen bei betroffenen Frauen der Wunsch aufkommt, eine Veränderung vornehmen zu lassen. Neben der eigenen Initiative können aber auch zusätzlich ärztliche Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. TOP Magazin macht diese Erkrankungen zu einem seiner Hauptthemen für den Winter und fragte einen kompeten- ten Arzt. Erkrankung des Lymphsystems, deren Ursache noch nicht genau bekannt ist. TOP Magazin: Was ist unter einem Lipö- dem zu verstehen? Wie entsteht eine Formveränderung des Beines wie z.B. Reiterhosen? Dr. Gensior: Im Gegensatz zum Lymphö- dem liegt beim Lipödem keine Minde- rung des Lymphabstroms, sondern sogar ein erhöhter Lymphabfluss zu Grunde. Die Ursache ist unbekannt. Im Verlauf dieser Erkrankung reicht irgendwann die Transportkapazität des Lymphgefäßsys- tems nicht mehr aus. Lymphflüssigkeit sucht sich dann als Zielorgan und quasi Speicher das Unterhautfettgewebe aus. Arme, Beine und auch die Bauchdecke können betroffen sein. Sind die Beine betroffen, so ist die Folge dann eine ähn- liche, teilweise monströse Verdickung der Beine wie bei einem Lymphödem. Es be- steht eine stark vermehrte Berührungs- empfindlichkeit mit lang anhaltenden Schmerzen nach Bagatelltraumen, leich- te Blutergussbildung, selbst nach nur kleinen Stößen. Die Beweglichkeit der Beine wird zunehmend eingeschränkt, Treppensteigen, sportliche Betätigung wird zur Qual. Die psychische Beeinträch- tigung sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden. Der Fuß ist jedoch niemals mit- betroffen. Patientinnen mit dieser Erkrankung kann heute durch eine spezielle Form der Ab- saugung geholfen werden, sowohl was die Beschwerden als auch die Form des Beins anbelangt. Im Gegensatz zum Lipö- dem handelt es sich bei den so genanten Reiterhosen um eine schmerzlose um- schriebene Fettansammlung über den Hüftknochen und Oberschenkelaußen- seiten. Diese Veränderung ist angeboren und hat zunächst keinen Krankheitswert. Häufig handelt es sich um relativ schlan- ke Patienten, bei denen aufgrund der optisch ausgeprägten Unterschiede zwi- schen Oberkörper, Hüften und Ober- immer ein Blickfangimmer ein Blickfang

Pages