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TopMagazin4_2012

56 T O P G E S U N D H E I T NETZWERK TUMORBOARD Umso wichtiger, dass alle behandelnden Ärzte miteinander vernetzt sind und dem Patienten somit ein Optimum an Versor- gung bieten können. Dafür gibt es am Johanna-Etienne-Krankenhaus das so genannte „Tumorboard“, zu dem sich regelmäßig mittwochs alle behandelnden Ärzte vom Onkologen über den Strahlen- therapeuten, den Gastroenterologen bis zum Chirurgen an einen Tisch setzen, um über jeden einzelnen Patienten zu spre- chen. „Nur so können wir eine individuelle und Die Diagnose Darmkrebs hat nichts von ihrem Schrecken verloren, aber die Behandlungsmöglichkeiten haben sich deutlich verbessert. Je früher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Regelmäßige Vorsorgeunter- suchungen helfen vorzubeugen. Im Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss ist das erste zertifizierte Darmkrebszentrum im Rhein-Kreis Neuss entstanden. Unter Leitung von Prof. Dr. med. J. Encke wurde so ein Netzwerk aufgebaut, um für Patienten mit Darmerkrankungen ein Optimun an Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. „Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung, und die Behandlungs- möglichkeiten sind vielfältig“, weiss Prof. Dr. med. Jens Encke, Chefarzt der Inneren Medizin, Gastroenterologe und Leiter des Darmzentrums am Johanna- Etienne-Krankenhaus. Heilungschancen in den letzten fünf Jahren immer weiter gestiegen Darmkrebszentrum im Johanna-Etienne Krankenhaus zertifiziert möglichst effiziente Therapie entwi- ckeln“, so Prof. Dr. Jens Encke, der hier das größte Ziel der Arbeit am Darmzen- trum Rhein-Kreis Neuss sieht. „Ähnlich wie im benachbarten Brustzentrum ist unsere Arbeit so aufgebaut, dass der Pa- tient bei uns eine kompetete Anlaufstel- le findet, unabhängig davon, um welchen Fachbereich es geht“, so Prof. Encke. PSYCHOLOGISCHE BETREUUNG UND INFORMATIONSMATERIAL Der Patient im Darmkrebszentrum erhält daher mit der Diagnose einen „Darm- krebsordner“, in dem er umfassendes In- formationsmaterial sammelt, Platz für Diagnose, Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder findet und darüber hinaus auch Ansprechpartner und Telefonnum- mern von Selbsthilfegruppen erhält. „Wir möchten einen informierten Patien- ten, der sich rundum versorgt fühlt“, so Prof. Encke. Ein Psycho-Onkologe erwei- tert das Angebot, denn man ist sich am Johanna-Etienne der Tatsache bewusst, dass Patienten mit der Diagnose Darm- krebs nicht nur einer medizinischen, son- dern auch psychologischen Betreuung bedürfen. „Selbstverständlich gehören auch Palliativmediziner und ein Hospiz zu unserem Angebot, wobei ich an die- ser Stelle sehr deutlich betonen möchte, dass die Diagnose Darmkrebs keineswegs ein rasches Ende bedeutet. Die Heilungs- chancen in diesem Bereich sind dank neuer Chemotherapien , verbesserter OP-Möglichkeiten und so genannter Anti- Körper-Medikamente in den letzten fünf Jahren imens gestiegen“, so Prof. Encke. VORSORGE Ein wichtiges Thema im neuen Darm- krebszentrum ist auch das Thema Vor- sorge. „Die Darmspielgelung erfolgt un- ter Narkose, absolut schmerzfrei“, versi- chert Prof. Dr. Encke, der weiß, dass nur jeder fünfte Erwachsene zur Vorsorge geht. „Aufklärung tut auch hier Not“, so Encke und betont, dass ein Großteil der Darmkrebserkrankungen durch die rechtzeitige Entfernung harmloser Poly- pen, die sich erst in einem späten Stadi- um zum Darmkrebs entwickeln, viele Er- krankungen verhindert werden könnten. Nach Diagnose und Behandlung steht der Patient nicht alleine da. „Auch die Nach- sorge ist wichtiger Teil unserer Arbeit“, so Prof. Dr. Encke. Gleich neben dem Johanna-Etienne- Krankenhaus, Am Hasenberg, sitzt auch Dr. Christoph Losem, der mit seiner Schwerpunktpraxis für Hämatologie und Onkologie Teil des Zentrums geworden ist und auch die stellvertrende Leitung von Prof. Dr. Jens Encke übernommen hat. ■ Unter Leitung von Prof. Dr. med. J. Encke wurde ein Netzwerk aufgebaut, um für Patienten mit Darmerkrankungen ein Optimun an Behandlungsmöglichkeiten zu bieten.

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