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TopMagazin_3_2013

„Ein Ufo, das hoffentlich bald wieder ab- hebt“, so lautet einer der freundlicheren Kommentare über das neue Berliner Wahr- zeichen. Auch zwei Jahre nach der Eröff- nung scheiden sich an der Architektur der Humboldt-Box noch die Geister. Auf einem der geschichtsträchtigsten und berühmtesten Plätze, in Berlins Mitte an der Museumsinsel, hat das Neusser Unterneh- men Megaposter GmbH ein Projekt reali- siert, dessen innovatives Marketingkonzept inzwischen aufzugehen scheint. Bereits im ersten Jahr konnten die Betreiber über 350.000 Besucher aus aller Welt verzeich- nen. Dort wo bis 1950 die Ruine des Berliner Stadtschlosses und von 1973 bis 2006 der Palast der Republik standen, wird derzeit eines der ehrgeizigsten Bauprojekte der letz- ten Jahrzehnte verfolgt. Am 12. Juni 2013 wurde der Grundstein für den Wiederauf- bau des Schlosses gelegt. Ab 2019 soll das neue, moderne Gebäude, dessen Fassaden bis auf eine Seite detailgetreu dem histori- schen Vorbild entsprechen werden, das Humboldtforum beherbergen. Einen Überblick über das, was den Besu- cher in diesem Begegnungs- und Kulturzen- trum erwartet, gewährt schon jetzt die Hum- boldt-Box. Auf rund 3000 Quadratmetern präsentieren sich die Staatlichen Museen, die Humboldt-Universität Berlin und die Landes- und Zentralbibliothek Berlin. Der Förderverein Berliner Schloss e.V. zeigt eine Ausstellung zur Geschichte des Standortes und zum Bauprojekt Humboldtforum. Dorothea Vogel, Geschäftsführerin der Me- gaposter GmbH, erinnert sch an die Projek- te, die das Unternehmen in Berlin bereits realisierte: „Mit Einnahmen aus Werbung die Sanierung von Denkmälern möglich zu machen, war die erste Idee. In den Jahren 2002 und 2003 verhüllten wir das Bran- denburger Tor mit großformatiger Werbung und konnten so einen Beitrag zur Finanzie- rung der Sanierungsarbeiten leisten. Ver- wendung findet ein Gewebe mit Netzstruk- tur, ähnlich einer Lkw-Plane, das bedruckt und an Gerüsten befestigt wird. Kreative Motive griffen teilweise auch aktuelle Nach- richten und das Zeitgeschehen auf. Auch die Sanierung der Gebäude des Strandbads Wannsee konnte so finanziert werden.“ Mit dem Projekt Humboldt-Box beschreitet das Neusser Familienunternehmen einen neuen Weg: Verantwortlich für den Bau, den Betrieb, die Refinanzierung und den Abbau der Box voraussichtlich 2019 ist die Hum- boldt-Box Projekt GmbH und Co. KG, eine Tochter der Neusser Megaposter GmbH. Mit den Vertragspartnern Land Berlin und Bund entstand eine klassische Public Private Part- nership. „Wir finanzieren die Box aber nicht ausschließlich durch Werbeeinnahmen, sondern auch durch Eintrittsgelder, die Ver- mietung von Veranstaltungsflächen und die Gastronomie „, erklärt Dorothea Vogel. „Früher haben wir uns fast ausschließlich mit Werbung beschäftigt: Durch die Hum- boldt-Box sind wir in die Vermarktung einer Sehenswürdigkeit gerutscht“, lacht sie und ergänzt: „Die Box steht inzwischen auf der Empfehlungsliste des Bundespresseamtes für Besuchergruppen.“ Sie und ihr Bruder Gerd Henrich, Geschäfts- Dorothea Vogel Dorothea Vogel und Gerd Henrich begrüßten Bundeskanzlerin Angela Merkel Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit zu Gast bei Dorothea Vogel und Gerd Henrich Die Humboldt-Box informiert über Deutschlands größtes Kultur- bauvorhaben, Berliner Schloss und Humboldtforum Von Ulrike Keller-Hümbs Ein Schaufenster für das neue Schloss TOP WIRTSCHAFT ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ●●● 24 T O P

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