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TopMagazin_3_2013

Kunst. Der erste Input für eine Kollektion erfolgt häufig auch über neue Stoffe, daraus entwickle ich ein Farbthema; der Rest ist aber harte Arbeit. Jede Kollektion braucht vom ersten Strich bis zur Auslieferung ein Jahr. TOP Magazin: Vor drei Jahren ging das neue Label „Anna’s dress affair“ an den Start. Das bedeutet vier Kollektionen im Jahr. Wie schaffen Sie das? Sabine Lohèl: Ich liebe meinen Beruf und möchte nichts anderes machen. Diese Freu- de an der Arbeit ist sicher eine Grundvor- aussetzung. Zum Glück arbeite ich gern unter Stress, denn so lange ich mich erin- Welche Rolle spielt dieser Standort für Sie? Sabine Lohèl: Die Bedeutung der Stadt Düs- seldorf als Modestandort ist enorm. Hier fin- den die wichtigsten Messen statt. Mit dem Umzug an die Kaiserswerther Straße ist für unsere Mitarbeiter, meinen Mann und mich vieles einfacher geworden. Das Head Of- fice befand sich in Oberkassel, der Show- room im Fashion House. Jetzt arbeiten wir alle unter einem Dach. TOP Magazin: Welche Empfehlungen kön- nen Sie dem Nachwuchs in Ihrer Branche geben? Sabine Lohèl: Kreativität ist eine Sache, aber wer nicht belastbar ist, kann in diesem Be- ruf nicht arbeiten. Der Termindruck ist ge- waltig. Da muss häufig die Arbeit vor alle anderen Interessen gestellt werden. Wer dazu nicht bereit ist, wird scheitern. TOP Magazin: Was entspannt Sie in Ihrer Freizeit? Sabine Lohèl: Mein Beruf bedeutet mir al- les, daher ziehe ich keine scharfen Gren- zen zwischen Arbeit und Freizeit. Ich lese aber auch sehr gern und liebe Spaziergän- ge mit unserem Hund. nern kann, entstand noch keine Kollektion stressfrei. Entweder fehlen Stoffe, oder die Garne passen nicht, manchmal können die Weber und Spinner nicht fristgerecht liefern. Der Termindruck ist immer extrem. TOP Magazin: Für welchen Frauentyp ent- werfen Sie Ihre Mode? Sabine Lohèl: Heute ist Mode nicht mehr so festgelegt auf bestimmte Zielgruppen. Sie muss wandelbar und für viele Anlässe trag- bar sein. Die Kleider, die ich für Anna’s ent- werfe, sind wie man in der Branche sagt 24/ 7-tragbar und in koffertauglichen Qualitä- ten gearbeitet. Mit unterschiedlichen Acces- soires sind sie sowohl eher sportiv und läs- sig für den Tag als auch elegant für den Abend geeignet, also ideal auf Reisen. Was ich mache, mache ich mit Liebe zum Detail. Ich glaube, die Frauen, die meine Mode tra- gen, spüren das. TOP Magazin: Wie sehen die aktuellen Herbst/Winterkollektionen aus? Sabine Lohèl: Bei SEM PER LEI dominieren zahlreiche Graunuancen, Schwarz und Weiß, aber auch Naturtöne. Blazer, Hosen und Röcke in Marine oder Violett bekom- men freche Farbimpulse in Kiwi. Stylemix ist immer ein Thema. Bei Anna’s sind es Sa- tin- oder Seidenjersey-Kleider in Schwarz, Nachtblau, Grau oder Violett. Ein wichtige Rolle spielt Spitze, mal als Accessoire, mal als Solist. TOP Magazin: Sie sind erst im vergangenen Jahr innerhalb Düsseldorfs umgezogen. TOP Magazin: Tragen Sie nur SEM PER LEI und Anna’s, oder gibt es auch andere Lieb- lingsstücke? Sabine Lohèl: Die gibt es: Ich habe ein Fai- ble für weiße Blusen und für schwarze Roll- kragenpullover. TOP Magazin: Frau Lohèl, vielen Dank für das Gespräch. T O P 33 Fotos:SEMPERLEI

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