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TopMagazin_3_2013

R U B R I K T I T E L T O P 89 chungsutensilien. Statt Buchstaben ha- ben wir mit schwarzen Ringen gearbei- tet, die an verschiedenen Stellen geöff- net waren, so konnten wir auch die Sprachbarriere leicht überwinden. Es ging nicht um Profit, ich durfte einfach mein Wissen positiv weitergeben und damit den Kambodschanern helfen. Es war ein wunderschönes Gefühl“, berich- tet Michael Jäger. Insgesamt konnten die Helfer vor Ort 190 Brillen anfertigen lassen. „Teilweise konnte man in den Gesichtern der Men- schen ablesen, dass sie zum ersten Mal nach Jahrzehnten wieder richtig sehen konnten. Das waren schon besondere Augenblicke, die man nie vergisst“. Schritt für Schritt nach Lösungen suchen Doch neben der Warmherzigkeit und der Offenheit der Menschen waren es auch viele traurige Momente, die die Helfer vor Ort bewegten. „Ein behindertes Mäd- chen, das auf einem Holzfußboden lie- gend alleine von seinem Großvater ver- sorgt wird, oder ein 16jähriges Mädchen, das nach dem Tod der Eltern seine Ge- schwister mit Hilfe der Nachbarn groß- zieht - das sind Begegnungen, die unter die Haut gehen“, sagt Jäger. „Doch das Schöne daran ist eben, wenn man die Möglichkeit hat, gemeinsam vor Ort nach Lösungen zu suchen und diese auch findet“. So zum Beispiel für viele alte Menschen, bei denen die Hilfstruppe mit einer Augenklinik zusammen nach Pati-

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