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TopMagazin4_2013

10 T O P L E B E N S A R T 18 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges be- siegelten der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bun- deskanzler Konrad Adenauer am 23. Janu- ar 1963 im Élysée-Palast in Paris den deutsch-französischen Freundschaftsver- trag. Mit dem Abkommen wurde der Grundstein für eine außergewöhnliche und in seiner Intensität einmalige Freundschaft zwischen den einstigen Erbfeinden Deutschland und Frankreich gelegt. Seither haben sich viele Brücken der Freundschaft entwickelt. Auch im Rhein- Kreis Neuss zeugen zahlreiche freund- schaftliche Verbindungen ins Nachbar- land. Alle acht Städte und Gemeinden ha- ben eine französische Partnerstadt. Darüber hinaus gibt es ein großes Enga- gement vieler Vereine, Schulen und bür- gerschaftlichen Gruppen mit französi- schen Partnern. „Dieses Abkommen kam zustande, lieber Michel Giacobbi, weil Ihr Land nach all dem Leid und den Kriegen die Hand ausstreckte und damit den Weg ebnete für Vertrauen, Freundschaft und Frieden zwischen beiden Völkern. Dafür sind wir Ihrem Land auf ewig dankbar“, sagte Landrat und Schirmherr Hans-Jür- gen Petrauschke an den französischen Generalkonsul gerichtet. Zu dieser Freund- 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft Mit einem Empfang auf Schloss Dyck und einem Premierenkonzert im Neusser Zeughaus feierten der Rhein-Kreis Neuss und seine Städte und Gemeinden zusammen mit den französischen Partnerstädten und dem französischen Generalkonsulat das 50-jährige Jubiläum der Vertragsunterzeichnung des Élysée-Vertrages. Das große Kammerensemble mit der Pariser Chansonsängerin Alexandra Cravero begeisterte das Publikum im Neusser Zeughaus. Foto: A. Baum/Rhein-Kreis Neuss Tortenanschnitt mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Generalkonsul Michel Giacobbi, Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens und Stiftungsvorstand Jens Spanjer beim Empfang auf Schloss Dyck in Jüchen. Foto: L. Berns/Rhein-Kreis Neuss ■ schaft hätten, so Petrauschke weiter, nicht zuletzt auch die Städtepartnerschaften beigetragen. „Denn sie wirken an der Ba- sis, sie bringen die Menschen zusammen, sie machen neugierig auf neue Denk- und Lebensweisen, sie begeistern für ein ge- meinsames Europa.“Der französische Ge- neralkonsul Michel Giacobbi, der 1950 in München geboren wurde, und dessen di- plomatische Karriere ihn immer wieder nach Deutschland führte, sieht die deutsch-französische Erfolgsgeschichte untrennbar mit dem Europagedanken ver- bunden: „Der Freundschaftsvertrag hat nicht nur das deutsch-französische Ver- hältnis, sondern auch die Entwicklung Europas in den vergangenen 50 Jahren maßgeblich bestimmt. Eine wichtige Rol- le spielen dabei auch die Kommunen, Schulen und Vereine, die diese Freund- schaft lebendig halten. Ich freue mich da- her sehr über das besondere Engagement im Rhein-Kreis Neuss.“Nach dem Empfang und den Grußworten von Jüchens Bürger- meister Harald Zillikens und Stiftungsvor- stand Jens Spanjer am Nachmittag im wun- derschönen Ambiente von Schloss Dyck, fand abends ein musikalischer Brücken- schlag im Neusser Zeughaus vor 300 gela- denen Gästen statt. Als Premiere führte das Internationale Niederrhein Musikfes- tival um ECHO-Klassik-Preisträgerin Anet- te Maiburg das Konzert „Classica France- se“ mit renommierten deutschen und fran- zösischen Künstlern auf. Das aufwendigen Programm mit großem Kammerensemble und exklusiven Arrangements wurde spe- ziell für den Festakt im Rhein-Kreis Neuss eingespielt. Mit Alexandra Cravero reiste eine französische Chansonsängerin aus Paris an, die mit ihrer warmen und sinni- gen Stimme das Publikum verzauberte.

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