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TopMagazin4_2013

28 T O P Für den Chef der Stadthafen Neuss GmbH, Klaus Harnischmacher, wird eine Vision Realität. Schon als Vorstandsvor- sitzender der Neusser Bauverein AG ver- folgte er das Ziel, die Neusser Innenstadt näher ans Wasser zu rücken. Mit dem Haus am Pegel, das der Bauverein 2006 errichtete, leistete er sozusagen Pionier- arbeit. Die Annäherung von Hafen und City begann. „Dann hat sich alles wie ein Puzzle ineinander gefügt“, erklärt er. „Als wir überlegten, was aus den alten Cretsch- marhallen werden könnte, meldete die Schule Marienberg Platzbedarf an. Mit der Errichtung des Marienberg-Forums und der Brücke über die Batteriestraße begann die städtebauliche Entwicklung der Westseite des Hafenbeckens I. Die Pläne des Architekten Prof. Ulrich Coer- smeier für die Treppenanlage und einen Teil der Uferpromenade sind inzwischen umgesetzt, und jetzt steht das Kopfge- bäude. Dass alles niemals politisch um- stritten war, freut mich besonders.“ Zunächst drohte das Aus für die Planung Das Architektenbüro Ingenhoven & In- genhoven gewann 2007 den Wettbewerb, den die Stadthafen GmbH, ein städti- sches Tochterunternehmen, für die Um- gestaltung der Cretschmarhallen ausge- schrieben hatte. Die Realisierung war zunächst nicht ganz einfach, da sich kein Investor fand. Als dem futuristisch anmutenden Baupro- jekt das Aus drohte, sprang die Stadtha- fen GmbH als Bauherrin ein. Sie inves- tierte 4,3 Millionen Euro in das Projekt. Die Erschließung durch die Brücke, den Aufzug und die Treppenanlage zur Pro- menade übernahm die Stadt Neuss mit 800.000 Euro. Das in seiner Form einem großen Schiff ähnelnde fünfstöckige Gebäude wurde von einer Arbeitsgemeinschaft der Bau- unternehmen Nesseler Grünzig aus Aa- chen und Christian Korbmacher aus Neuss errichtet. Jetzt rückt Neuss noch näher ans Wasser Architekt Oliver Ingenhovens berück- sichtigte den Wunsch, die Uferpromena- de in den Entwurf einzubeziehen. „Mit der neuen Fußgängerbrücke über die Batteriestraße bis zur 1. Etage des Kopf- gebäudes sowie Treppe und Aufzug soll die Innenstadt mit der Uferpromenade verbunden werden. Dieser Bereich wird für die Öffentlichkeit zugänglich sein,“ so Ingenhoven. Die Kosten für die Erschlie- ßung trägt die Stadt Neuss mit 800.000 Euro. Die Brücke, 21 Meter lang, drei Meter breit und 40 Tonnen schwer, wurde in Magdeburg gefertigt und per Schwerlast- transport bereits Ende August nach Neuss gebracht. Unter den kritischen Augen von Bauleiter Ulrich Hochgürtel und vielen Schaulustigen hievte ein 90- Tonnen-Kran die Stahlkonstruktion an den vorgesehenen Platz. Anbindung an Innenstadt noch unvollständig Noch endet der Schulterschluss zwi- schen Hafen und City ganz unspektaku- lär auf dem Gelände der ehemaligen Münsterschule, einer Brache, für die es verschiedene Planungen gibt. Das Grundstück gehört dem Investor Bow- fonds/Kontrola, der dort, wie von der Stadt Neuss gewünscht, Wohnbebauung realisieren soll. Hafenanlieger, unter anderem die Öl- mühle C. Thywissen, die Plange-Mühle, Thomy, Vetten und Walter Rau, sehen sich durch diese Planung in ihrer Exis- tenz bedroht. Dominik Baum, Geschäfts- führer der Thywissen GmbH: „Viele Un- ternehmen im Neusser Hafen arbeiten im 24-Stunden-Betrieb. Dabei entstehen Lärm und Gerüche. Der Gesetzgeber hat dafür Emissionsgrenzen festgelegt. Soll- te auf dem Gelände tatsächlich Wohn- raum entstehen, ist der Puffer zwischen Industrie und Wohnbebauung zu gering. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, die Stadt ans Wasser zu rücken, ist erreicht: 13 Monate nach dem ersten Spatenstich konnte das Kopfgebäude an der Batteriestraße dem Bauherrn, der Stadthafen Neuss GmbH, übergeben werden. Der markante Bau, ein Entwurf des Neusser Architekten Oliver Ingenhoven, setzt einen neuen Akzent im Übergangsbereich zwischen Hafen und Innenstadt. Ein neues Wahrzeichen für Neuss Kopfgebäude – das Highlight am Wasser

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