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TopMagazin4_2013

P O R T R A I T T O P 29 Die Konsequenzen wären für uns fatal.“ Die Hafenanrainer und mittlerweile auch Oliver Ingenhoven favorisieren eine al- ternative Planung. Mit der Errichtung eines Bürogebäudes könnte das ehema- lige Schulgelände verträglicher bebaut werden. „Der Entwurf sieht eine weit weniger massiv wirkende Bebauung vor, bei der zudem neue Sichtachsen zwi- schen Innenstadt und Hafen entstehen würden“, erklärt Ingenhoven. Praxen und Kanzleien planen den Umzug im Dezember Das neue Gebäude ist für Mieter hochat- traktiv: Bereits bei Baubeginn standen die meisten Mieter fest: In die unteren beiden Etagen zieht die HNO-Gemein- schaftspraxis Grevers-Kürten, das zwei- te Obergeschoss teilen sich die Zahnarzt- praxis Heimbach und die Stadtwerke Neuss, die jedoch nicht selbst einziehen werden, sondern einen Untermieter stel- len. „Wir wollten die Fläche zunächst selbst nutzen, haben dann aber unsere Planung geändert“, erklärt SWN-Presse- chef Jürgen Scheer. Im dritten Oberge- schoss werden die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer von TW Treuhand ar- beiten. Die oberste Etage mit rund 550 Quadrat- metern ist an die Neusser Anwaltskanz- lei Dr. Hüsch und Partner vermietet. Cornel Hüsch schätzt vor allem, dass sich im Gegensatz zum vorherigen Stand- ort am Markt alle 18 Arbeitsplätze der Kanzlei auf der selben Etage befinden: „Ich glaube an den Standort zwischen Hafen und Innenstadt. Und die Unterneh- men im Kopfgebäude sind ein hervorra- gendes Angebot für die Neusser Bürger.“ Bereits im Sommer begannen die Um- zugsplanungen. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird es ernst. „Ich bin über- zeugt davon, dass alles reibungslos klappt. Wir haben professionelle Unter- stützung und werden auf jeden Fall am 1. Januar arbeitsfähig sein“, versichert Hüsch. Auch Dr. Amelie Grevers-Kürten vom HNO-Zentrum Neuss freut sich auf die neuen Räume im Kopfgebäude: „Unsere Praxis an der Krämerstraße ist viel zu klein. In den letzten Jahren haben sich die Patientenzahlen nahezu verdreifacht, wir arbeiten jetzt mit acht Kollegen und müssen uns stark einschränken. Die neue Location ist toll, und wir genießen das Einrichten mit neuen Möbeln und teilweise auch neuen Geräten. Eine Her- ausforderung wird wohl nur der Umzug aller Computer sein, aber auch da sind wir optimistisch.“ Robert Rath, Wirtschaftsprüfer, Steuer- berater und Partner bei TW Treuhand, schätzt die attraktive Lage des neuen Gebäudes. „Die Anbindung an die Innen- stadt ist für uns sehr wichtig. Aber auch die Nähe zum Hafen, der sich weiter ent- wickelt, sagt uns zu. Der Umzug wird noch vor Weihnachten stattfinden. In Parkplätze in den Cretschmarhallen und umliegenden Parkhäusern Für Mitarbeiter, Patienten und Klienten stehen in den Cretschmarhallen 50 Stell- plätze zur Verfügung. Ein- und Ausfahrt erfolgen über die Batteriestraße zwi- schen der Jugendeinrichtung Grey- hound-Café und dem Forum Marienberg. Auf die zunächst vorgesehene Tiefgara- ge wurde aus Kostengründen verzichtet. Weitere Plätze bieten die Parkhäuser Tranktor, Rathaus und Rheintor. ■ erster Linie zieht das Papier um; wegen der 3,38 Meter hohen Räume lassen wir viele Möbel anfertigen, müssen also mit nur wenigen Möbeln umziehen. Direkt nach Neujahr sind wir dann am neuen Standort arbeitsfähig.“ Über den barrierefreien Zugang zum Kopfgebäude werden sich auch die Pati- enten der Praxis Dr. Joachim und Yvon- ne Heimbach freuen. „Wir begrüßen vor allem den Aufzug, die Klimaanlage und die Größe der neuen Räume,“ erklärt Gabriele Henschel. Die Allroundkraft der Zahnarztpraxis weiß, dass am 30.12. der Möbelwagen vor der Tür steht. „Wir wer- den spätestens Mitte Januar wieder für unsere Patienten da sein. Mit fünf Be- handlungsräumen können wir ihnen dann auch besser gerecht werden. Die neue Praxis verfügt über 220 Quadrat- meter und ist damit mehr als doppelt so groß wie die an der Krämerstraße.“ Neuss ist und bleibt eine Hafenstadt Im Gegensatz zu einigen anderen Städ- ten legt Neuss weiterhin Wert darauf, seinen Industriehafen zu erhalten. Auf der anderen Seite liegt die historisch bedeutsame Innenstadt mit dem Quiri- nusmünster. Die gewünschte Annähe- rung verträglich zu gestalten, gehört zu den großen Herausforderungen, denen sich die Planer stellen müssen. Das En- semble von Romaneum, Haus am Pegel und Kopfgebäude verändert das Gesicht der Stadt in diesem Bereich erheblich und bildet einen spannenden Kontrast zum Quirinus-Münster auf der einen und den Industrieanlagen des Hafens auf der anderen Seite. Ulrike Keller-Hümbs Nächtlicher Brückenbau. Foto R. Lüpertz

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