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TopMagazin4_2013

46 T O P G E S U N D H E I T In der Regel sind die Patienten der Psy- chosomatik in der Kinderklinik zwischen acht und 17 Jahre alt. Sie alle haben ge- meinsam, dass sich für ihr Leiden keine organische Ursache finden lässt. „Am Anfang unserer Untersuchungen steht natürlich immer die Diagnostik“, so Dr. Engelmann , der großen Wert darauf legt, dass die diagnostische Reise für die Kin- In der Kinderheilkunde hat sich in den letzten Jahren vieles weiterent- wickelt. Während früher der Kinder- arzt für alle Arten von Erkrankungen zuständig war, haben sich im Verlauf der letzten zehn Jahre eine ganze Reihe von Subdisziplinen entwickelt. Hierzu zählt unter anderem die Psychosomatik. Unter Leitung von Chefarzt Dr. Guido Engelmann konnte jetzt in der Kinderklink des Lukas- krankenhauses eine eigene Abteilung für Psychosomatik aufgebaut wer- den, die jungen Patienten mit Angst- und Schmerzstörungen neue Wege aus ihrem Leiden eröffnet. Psychosomatik im Lukaskrankenhaus klärt auf Was unseren Kindern Bauchschmerzen bereitet der nicht unnötig weit ausgedehnt wird. „Wenn man alle notwendigen Untersu- chungen durchgeführt hat und sich kei- ne physische Ursache finden lässt, folgt für die Kinder- und Jugendlichen ein wichtiger Abschnitt“, so der Chefarzt, der aus Erfahrung weiß, dass es vor al- lem den Eltern oft schwer fällt, sich von der Suche nach möglichen physischen enten belastet und sich später in psycho- somatischen Beschwerden manifes- tiert“, so Dr. Engelmann. Ursachen für die Häufung psychosoma- tischer Beschwerden bei Kindern- und Jugendlichen sieht der Chefarzt nicht zuletzt in den gestiegenen Ansprüchen an die Schulbildung der Kinder. Dazu kommt die mediale Überreizung. „Oft Ursachen zu lösen. „Denn erst jetzt können wir beginnen, mit dem Schmerz zu arbeiten“, so Dr. Engelmann. Meistens klagen die Patien- ten tagsüber über starke Schmerzen, während sie nachts beschwerdefrei schlafen. „Psychosomatisch bedingte Leiden zeichnen sich dadurch aus, dass in der Regel keine weiteren Symptome vorliegen und die Patienten sich alters- gemäß völlig normal entwickeln“, so der erfahrene Chefarzt. Nach der Diagnose folgt die Behandlung durch eine Diplom- Psychologin und eine Fachärztin für Kin- derheilkunde, die im Haus ein eigenes Behandlungszimmer für Kinder und Ju- gendliche bezogen haben, das sich ganz bewusst von den üblichen Untersu- chungsräumen unterscheidet. In diesem besonderen Ambiente lernen die Patienten sich unter Anleitung zu entspannen und dem Problem auf den Grund zu gehen. „Häufig liegt die Ursa- che nicht in tiefgreifenden, psychischen Problemen, sondern es ist oft nur eine Kleinigkeit zu viel, die die kleinen Pati- Fotos:Lukaskrankenhaus

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