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TopMagazin4_2013

T O P 49 ■ Traurige Zeiten und rührende Momente Natürlich gibt es auch viele schöne Momente für die Seel- sorger, die sie in ihrer Arbeit bestätigen :„Ein Mann, der sich noch wenige Minuten vor seinem Tod mit seiner Frau ver- söhnt, oder eine Frau, die sich im Sterbebett bei ihrer Toch- ter entschuldigt, die sie schon seit Jahren nicht mehr gese- hen hat - das sind Momente, die einen sehr berühren“, be- richtet Gemeindereferentin Brigitte Neuheisel. Mindestens genauso dankbar wie die Patienten sind die Ärzte und die Pflegekräfte den Seelsorgern für ihre Arbeit. „Gerade für das Pflegepersonal bedeutet es natürlich Entlastung, wenn sie wissen, dass wir uns eines Patienten annehmen, für den auch sie gerne mehr Zeit aufbringen würden, die sie aber im All- tagsgeschehen einfach nicht haben“, so der Pfarrer. Notfälle kennen keinen Feierabend Manchmal sind es auch die Gespräche mit den Pflegekräf- ten und Ärzten selbst, die die Seelsorger auf dem Flur oder im Aufzug führen und so kurzfristig ein wenig Druck heraus- nehmen. „Eine Schwester, die im Vorbeigehen von einem Patienten erzählt oder selbst private Probleme hat, kann so für einen Moment abschalten und selber im Fokus der Auf- merksamkeit stehen“, erklärt der Pfarrer, dem dabei sehr am Herzen liegt, dass sich jeder Einzelne im Team als Krankenhausseelsorger versteht, der also nicht nur für Pati- enten da ist, sondern auch für die Beschäftigten ein offenes Ohr hat. Pfarrerin Schneiders-Kuban ist, im Wechsel mit einer Pfar- rerin aus dem Lukas-Krankenhaus und einer Pfarrerin des St. Alexius-/St. Josef-Krankenhauses, sieben Tage die Woche für die beiden Akutkrankenhäuser in Neuss rufbereit. Pfar- rer Ant ist an sechs Tagen die Woche rund um die Uhr für die beiden Krankenhäuser erreichbar. „Am Wochenende wechselt sich der Bereitschaftsdienst ab. Da liegt das Han- dy dann eben auch mal neben dem Kopfkissen“, so der Pfar- rer, „denn auch seelsorgerische Notfälle im Krankenhaus kennen keinen Feierabend“.

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