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TopMagazin4_2013

66 T O P P O R T R A I T Am 22. November 2012 war es wieder so weit. Im Neusser Greyhoundcafé konnte man die Weihnachtspäckchen bewun- dern, die Wolfgang Kriesemer gesammelt hat, um sie höchst persönlich mit dem Sattelschlepper nach Arad in Rumänien zu fahren. „Die Armut dort kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man sie nicht hautnah erlebt hat. Auch der Beitritt Rumäniens in die EU hat da kaum Ver- besserung gebracht, lediglich das Stra- ßennetz wurde weiter ausgebaut“, so Kriesemer. Der schreckliche Geruch und die Armut in den Kinderheimen waren es auch, die den Neusser vor zwanzig Jahren dazu bewegt haben, mit Hilfe des Erzbistums Köln Neuss einen Verein zu gründen, der Nonstop von Neuss nach Arad voll beladen mit Nächstenliebe Wolfgang Kriesemer im Einsatz für Rumänien Wenn sein Handy klingelt, nimmt er das Gespräch an. Das Wort Pause scheint für Wolfgang Kriesemer nicht zu existieren. Schließlich könnte sich hinter dem Anruf eine größere Spende verbergen. Seit 1993 transportiert der Neusser jährlich viele Sattelschlepper nach Arad in Rumänien, voll bepackt mit Hilfsgütern. Völlig unbefangen besuchte er das Land zum ersten Mal vor zwanzig Jahren als er vom Land NRW dorthin zum Aufbau einer Lehrwerkstatt für Tischler bestellt wurde. Seither lässt ihn die Armut und vor allem das traurige Schicksal der Kinder dort nicht mehr los. Inzwischen hat er nicht nur zahlreichen Familien und Kindern geholfen, sondern auch eigene Häuser gegründet, in denen Kinder und Jugendliche Zuflucht vor der Armut finden. Das zwanzigjährige Bestehen des Vereins wurde im Rahmen eines Benefizkonzertes mit dem Musikkorps der Bundes- wehr in der Neusser Stadthalle gefeiert. sich Kindern in Rumänien widmet. „Die Kinder dort hatten überhaupt kei- ne richtigen Schuhe an“, erinnert er sich. Damals fing er an, in Kooperation mit einem namhaften Schuhhaus Schuhe nach Rumänien zu transportieren. „Zehntausende Paare haben wir damals runtergefahren“, erinnert sich Kriese- mer. Inzwischen ist es deutlich schwieriger, Sponsoren zu finden, und hinter jedem Sattelschlepper, der nach Rumänien Fotos:privat

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