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TopMagazin4_2013

68 T O P Eigentlich ist Joe ein gemütlicher Bursche. Ein Langschläfer, der sein kleines Zuhause unterhalb der Rangerstation von Rin- ca liebt. Wenn er dann in den Nachmittagsstunden aufsteht, nimmt trotzdem jeder reißaus, der ihm begegnet. So behäbig der Senior auch wirkt - mit einem zwei Meter langen Komodo- waran spielt man nicht. Oder um es mit den überaus blumigen Worten eines Journalisten-Kollegen zu sagen: „Obacht, Dani- el, die haben Tod am Maul.“ Und auch mit seiner zweiten Weis- heit hatte er absolut recht: Den ersten Drachen vergisst man nie. Ihre „Drachen“ haben die indonesischen Komodo-Inseln berühmt gemacht. Vor 90 Jahren galten die größten Echsen der Erde noch als Feuerspucker - heute locken sie tausende Touris- ten ans andere Ende der Welt. Unter Backpacker-Nest Romantisch veranlagte Abenteurer mögen es vielleicht ver- fluchen, aber heutzutage ist der Nervenkitzel in der indonesi- schen Einöde genauso leicht zu buchen wie eine Safari in Ke- nia oder Südafrika. Ausgangspunkt für Touren in den Komodo- Nationalpark ist die Hafenstadt Labuan Bajo auf der 350 Kilo- meter langen Insel Flores, die von Bali aus erreicht wird. Als kultureller und ethnischer Schmelztiegel ist das eigentümli- che Nest beinahe selbst eine Reise wert: Minen-Arbeiter und Fischer, Christen und Muslime treffen auf den mehr oder we- Text und Fotos: Daniel Brinckmann Kannibalen

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