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TopMagazin4_2013

R E I S E T O P 69 Daniel Brinckmann niger asphaltierten Straßen auf eine denkbar internationale Backpacker-Szene, die neben dem Run auf Garküchen und In- ternet-Cafés vor allem ein Wunsch vereint: Einmal einem Ko- modo-Waran ins schwarze Auge zu blicken. Weil es aber auf den größten „Drachen-Inseln“, Komodo und Rinca, keine Über- nachtungsmöglichkeit gibt, werden beide in Tages- und Mehr- tagestouren mit geräumigen landestypischen Fischerbooten angesteuert. Für Übernachtungen an den Rahmentagen muss sich niemand zwangsläufig auf den Bastmatten obskurer Hos- tels breit machen. Seit wenigen Jahren gibt es für Freunde weicher Matrazen einige wenige hochklassige Hotels wie das „Bintang Flores“. Sein ursprüngliches Bergland, in dem man als Europäer auch heute noch die Attraktion in jedem Dorf ist - und sämtliche blonde Haare ausgerupft bekommt - sowie ver- schiedenfarbige Vulkanseen und einige der schönsten Koral- lenriffe der Erde runden die Reise zum Drachen spektakulär ab. Asiatische Serengeti „Das sieht hier ja aus wie in Kroatien“, entfährt es einer tsche- chischen Studentin, die sich spontan dem Treck angeschlos- sen hat. Recht hat sie. Mit den Karstinseln von Dalmatien oder Istrien hat der Archipel mehr gemeinsam als mit dem üblichen Palmenstrand-Klischee. Zwei Stunden später sind wir mit un- serem persönlichen Ranger Theo im Unterholz unterwegs um die Warane nicht nur zu sehen, sondern auch um sie in Hoch- glanzqualität abzulichten. „Ihr habt euch mit dem August eine gute Zeit ausgesucht“, stimmt er uns positiv, „die Paarungs- zeit habt ihr zwar gerade verpasst, aber in der Regenzeit ist nicht einmal die Hälfte der Wege begehbar.“ Durch lichten Tro- ckenwald führt uns der Pfad hinauf in die eine hügelige Savan- ne, mitten ins trocken gefallene Herz von Rinca. Schon nach einer knappen Viertelstunde bremst uns Theo mit einem Hand- schlag vor die Brust zielsicher aus. Mit vorsichtigem Schritt folgen wir dem Rascheln am Waldrand. Was wir für einen Wa- ran halten entpuppt sich als Wasserbüffel, allerdings mit einer Schulterhöhe, die uns respektvollen Abstand halten lässt. „Der bringt knapp eine komplette Tonne auf die Waage“, schätzt unser Ranger. „Es sind dieselben Tiere, die zum Pflügen der Felder abgerichtet werden.“ Der Tipp, die kostbare Zeit in Rinca und nicht etwa für die stark bewaldete und weiter entfernte Insel Komodo zu inves-

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